
Die deutsche Fernsehlandschaft bekommt Zuwachs: Mit SAT.2 startet ProSiebenSat.1 im Winter 2026/2027 einen neuen linearen Fernsehsender. Statt auf teure Eigenproduktionen oder internationale Blockbuster setzt der Sender auf ein Konzept, das vielen Zuschauern gefallen dürfte: beliebte Serien, Filme und Shows aus rund 20 Jahren SAT.1-Geschichte. Das Motto lautet passend: „Wiedersehen macht Freude“.
Für wen ist SAT.2 gedacht?
SAT.2 richtet sich in erster Linie an Zuschauer ab 50 Jahren. Diese Altersgruppe verfolgt nach wie vor besonders häufig klassisches etwas im Fernsehen, wird im Werbemarkt aber oft weniger stark berücksichtigt als jüngere Zielgruppen. Genau hier sieht ProSiebenSat.1 Potenzial.
Dabei soll das Programm vor allem ein weibliches Publikum ansprechen. Gleichzeitig betont der Sender, dass sich Menschen über 50 längst nicht mehr ausschließlich vor den Fernseher setzen, sondern auch Streaming-Angebote nutzen.
Was läuft auf SAT.2?
Wer auf neue Eigenproduktionen hofft, wird zunächst enttäuscht. Stattdessen setzt SAT.2 auf bekannte und erfolgreiche Inhalte aus dem Archiv von SAT.1. Gezeigt werden sollen unter anderem:
- deutsche Serien
- Fernsehfilme
- beliebte Unterhaltungssendungen
- erfolgreiche Klassiker der vergangenen rund 20 Jahre
Der Schwerpunkt liegt dabei auf deutschen Produktionen, die vielen Zuschauern bereits vertraut sind. Genau dieses Wiedersehen ist Teil des Senderkonzepts.
Wie kann man SAT.2 empfangen?
SAT.2 wird nicht nur über das klassische Fernsehen ausgestrahlt. Der Sender soll auf mehreren Wegen verfügbar sein:
- lineares Fernsehen (klassischer TV-Empfang)
- Joyn, der Streamingdienst von ProSiebenSat.1
- weitere Streaming- und Drittplattformen
Konkrete technische Angaben, etwa zur Verfügbarkeit über Kabelnetzbetreiber, Satellit oder DVB-T2, hat ProSiebenSat.1 bislang noch nicht veröffentlicht. Da SAT.2 jedoch als regulärer Free-TV-Sender startet, dürfte der Empfang ähnlich erfolgen wie bei den übrigen Sendern der Gruppe.
Warum startet ProSiebenSat.1 einen weiteren Sender?
Mit SAT.2 erweitert ProSiebenSat.1 sein Portfolio auf acht lineare Sender. Neben SAT.1, ProSieben, Kabel Eins sowie den Spartensendern sixx, ProSieben MAXX, SAT.1 Gold und Kabel Eins Doku soll SAT.2 vor allem zusätzliche Reichweite in einer kaufkräftigen Zielgruppe schaffen.
Für Werbekunden entsteht dadurch die Möglichkeit, Zuschauer über 50 gezielter anzusprechen. Gleichzeitig kann der Medienkonzern sein umfangreiches Programmarchiv erneut verwerten – ein vergleichsweise kostengünstiges Konzept, das sich bereits bei anderen Fernsehsendern bewährt hat.
Fazit: SAT.2 ist kein Sender für die Jagd nach den neuesten TV-Trends. Stattdessen setzt ProSiebenSat.1 auf Nostalgie und bekannte Unterhaltung. Wer Serien und Filme mag, die schon vor einigen Jahren erfolgreich waren, dürfte hier regelmäßig fündig werden. Ob das Konzept aufgeht, wird sich nach dem Sendestart im Winter 2026/2027 zeigen. Bis dahin bleibt abzuwarten, wann genau SAT.2 auf Sendung geht und über welche Empfangswege der neue Kanal überall verfügbar sein wird.